So testen wir
Sechs gewichtete Kriterien, ein eigener Account bei jedem getesteten Anbieter – und offen gesagt, wo unsere Tests an Grenzen stoßen.
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Eine Note ist nur so viel wert wie das Verfahren dahinter. Deshalb steht hier, woran wir Anbieter messen, was wir tatsächlich selbst durchlaufen, wo unsere Tests an Grenzen stoßen – und womit wir Geld verdienen. Wenn dir nach diesem Text etwas unklar bleibt, haben wir es nicht gut genug erklärt: sag uns Bescheid.
Unsere sechs Kriterien
Jeder Anbieter wird an denselben sechs Punkten gemessen, mit derselben Gewichtung. Zwei Plattformen werden bei uns nie nach unterschiedlichen Maßstäben bewertet:
- Profilqualität und Fake-Schutz (25 %): Wie echt sind die Profile, wie schnell werden Fakes entfernt, wie wird verifiziert.
- Matching und Erfolgsaussichten (20 %): Wie passend sind die Vorschläge, wie viele aktive Mitglieder gibt es in der Zielgruppe.
- Preis-Transparenz (20 %): Steht der Gesamtpreis vor dem Kauf da – oder erst im Kleingedruckten.
- Kündigung und Vertragsfairness (15 %): Wie einfach ist die Kündigung, wie lang sind Laufzeit und Verlängerung.
- Support und Erreichbarkeit (10 %): Antwortzeit und Qualität der Antworten auf echte Anfragen.
- Registrierung und Bedienbarkeit (10 %): Wie lange dauert die Anmeldung, wie gut funktioniert die App.
Was die Sterne bedeuten
Die Sternebewertung auf einer Anbieter-Karte ist unser eigenes Testurteil aus genau diesen sechs Kriterien. Sie ist keine Nutzerbewertung, kein Durchschnitt aus fremden Portalen und kein Wert, den ein Anbieter beeinflussen kann. Die Gewichtung wird an einer einzigen Stelle gepflegt und überall daraus ausgelesen – sie kann deshalb nicht zwischen Vergleich, Anbieter-Karte und Testbericht auseinanderlaufen.
Was wir mit einem eigenen Account durchlaufen
Wir melden uns wie ein normales Mitglied an – kein Presse-, Demo- oder Redaktionszugang. Solche Zugänge zeigen regelmäßig andere Preise, andere Funktionen und einen anderen Kündigungsweg als das, was du bekommst. Das macht sie für einen Test wertlos.
- Registrierung und Profilerstellung inklusive aller Pflichtangaben, Fragebögen und Freischaltzeiten.
- Die Bezahlschranke: Was ist ohne Zahlung möglich, was liegt dahinter, welche Laufzeit ist voreingestellt und welche Preisstufen werden angeboten.
- Erste Kontaktaufnahmen, um zu sehen, wie das Matching arbeitet und wie weit man ohne Zahlung kommt.
- Der Weg aus dem Vertrag heraus – Kündigung oder Kontolöschung nicht bis zum Button, sondern bis zur Bestätigung.
- Mindestens eine echte Support-Anfrage. Wie lange die Antwort gedauert hat, notieren wir mit.
Was andere Nutzer berichten – und wie wir damit umgehen
Ein Testaccount ist ein einzelner Blickwinkel: unserer. Deshalb lesen wir vor und während jedes Tests, was andere über einen Anbieter schreiben – Rezensionen im App Store und bei Google Play, Threads auf Reddit, Beiträge in Foren und Beschwerden auf Bewertungsportalen. Das zeigt uns Dinge, die in einem einzelnen Test nicht auffallen: wie eine Plattform nach einem Jahr Mitgliedschaft aussieht, wie sich eine Kündigung im Streitfall entwickelt, welche Probleme immer wieder dieselben sind.
Diese Berichte fließen aber nicht als Punkte in unsere Note ein. Sie sagen uns, wo wir genauer hinsehen müssen – gewertet wird erst, was wir danach selbst nachprüfen konnten. So gehen wir dabei vor:
- Muster statt Einzelfälle: Eine wütende Rezension ist kein Befund. Wenn dagegen dreihundert Menschen dasselbe über den Kündigungsprozess schreiben, ist das ein Hinweis, dem wir nachgehen.
- Nachprüfen statt übernehmen: Taucht ein Vorwurf wiederholt auf, versuchen wir ihn mit unserem eigenen Account nachzustellen. Was wir bestätigen können, steht im Testbericht. Was wir nicht nachstellen konnten, schreiben wir genauso hin.
- Quellen einordnen: App-Store-Wertungen entstehen oft direkt nach einem gelungenen Match – also im besten Moment. Beschwerdeportale ziehen umgekehrt vor allem Verärgerte an. Beide Zahlen sind für sich genommen schief, und gekaufte Rezensionen gibt es in dieser Branche ebenfalls.
Wie wir auswählen, wer getestet wird
Wir suchen keine Werbepartner, sondern Plattformen, die für unsere Leser relevant sind. Deshalb gilt bei uns in beide Richtungen dasselbe: Ein Anbieter muss kein Partner sein, um von uns getestet zu werden – und wer Partner ist, bekommt dadurch keine bessere Note.
Das ist leicht behauptet, deshalb kannst du es nachprüfen: In unseren Vergleichen stehen auch Plattformen, an denen wir nichts verdienen – ohne Weiterleitungslink, ohne Provision. Wenn eine bekannte Singlebörse in deiner Kategorie fehlt, liegt das daran, dass wir sie noch nicht getestet haben, nicht daran, dass sie uns nichts zahlt. Schreib uns, wenn dir eine fehlt.
Wo unsere Tests an Grenzen stoßen
Kein Testportal kann alles prüfen, und wer das behauptet, verkauft dir eine Geschichte. Diese drei Dinge können wir nicht leisten – und sagen es lieber, als so zu tun:
- Mitgliederzahlen: Wie viele Menschen in deiner Region wirklich aktiv sind, kann von außen niemand nachzählen. Wo wir Zahlen nennen, stammen sie vom Anbieter und sind als Anbieterangabe gekennzeichnet.
- Erfolgsquoten: Quoten wie „jede vierte Partnerschaft entsteht hier“ sind nicht überprüfbar. Wir übernehmen sie nicht in unsere Bewertung.
- Der Zeitpunkt: Ein Test ist eine Momentaufnahme. Preise, Laufzeiten und Funktionen ändern sich oft ohne Ankündigung. Deshalb steht an jeder Anbieter-Karte das Datum, an dem wir zuletzt hingesehen haben.
Kein Testdatum, kein Siegel
Nicht jeder Anbieter auf dieser Seite trägt eine Note. Wir listen auch Plattformen, die für eine bestimmte Zielgruppe interessant sind, die wir aber noch nicht selbst in der Hand hatten. Die bekommen dann eben keine Sterne und kein Prüfsiegel – eine Prüfung, die nicht stattgefunden hat, behaupten wir nicht. Ein fehlendes Testdatum ist kein Fehler auf der Seite, sondern die ehrliche Antwort.
Was wir nicht tun
- Wir verkaufen keine Testurteile, keine Sterne und keine Platzierungen als Einzelposten.
- Wir erfinden keine Erfahrungsberichte und keine Zitate von Mitgliedern.
- Wir lassen Anbietern unsere Texte nicht vorab zur Freigabe zukommen und streichen auf Zuruf keine Kritik.
- Wir zeigen keine Bewertungssternchen in den Google-Suchergebnissen für unsere eigenen Vergleiche. Für bewertete Werbung in eigener Sache werden Seiten abgestraft – zu Recht.
Womit wir Geld verdienen
Diese Seite ist für dich kostenlos, weil wir Provisionen von einem Teil der gelisteten Anbieter bekommen, wenn du dort Mitglied wirst. Das ist kein Kleingedrucktes, sondern unser Geschäftsmodell – und deshalb steht ein Hinweis darauf über jeder Vergleichsliste, nicht nur hier unten. Was das für die Reihenfolge der Anbieter bedeutet, steht ausführlich auf unserer Transparenz-Seite.